Euthal
Höhe: 892 Meter über Meer
Einwohner: 630 (Stand 2005)
Im Sommer und Winter vielseitig und attraktiv für Sport und Erholung.
Wer heute von Einsiedeln nach Euthal fährt, kann kaum glauben, dass der See, den zwei Viadukte überqueren, von Menschhand geschaffen wurde. Er fügt sich natürlich in die Landschaft ein, als wäre er noch das Wasser, da von urdenklichen Zeiten das Tal erfüllt hatte.
Nun, jeder See ist verlandet, vom Geschiebe von Sihl, Minster, Waag, Eu- und Rickenbach aufgefüllt. Bereits Johann Wolfgang Goethe hatte 1797 auf seiner Reise durch die Schweiz die Vision, dass man den Fluss bei Schindellegi zur Wässerung und Werken in die unterhalb liegendenden Gegenden leiten sollte.
Euthal wird in der Geschichte erstmals 1331 als «Oeutal» erwähnt; «Eu» ist zu «Aue, Auwe, Oi, Ei» - das heisst Gelände am Wasser, wässriges Wiesland - zu stellen. Damit hängen auch die Namen «Eubach» und «Aubrig» (Berg mit Wiesen) zusammen. Gleiche Wortteile stecken auch in Au (Frauenkloster), Trachslau, Gau (Land am Wasserlauf) usw.
(Euthaler Wappen)
Euthal ist heute ein Viertel innerhalb der politischen Gemeinde Einsiedeln im Kanton Schwyz. Der idyllische Ferienort liegt am Ende des hinteren Sihlseeviaduktes, nur acht Kilometer vom weltberühmten Wallfahrtort Einsiedeln mit seinem grossartigen Kloster entfernt, und dient als Eingangspforte ins Ybrig.
Der herrlich gelegene Sihlsee lädt zum Baden, Surfen, Segeln, Rudern und zum erholsamen Angelsport ein. Wandern auf gut markierten Wanderwegen, Spaziergänge dem See entlang, Velotouren, Biken und Gleitschirmfliegen zählen weiter zu den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.